Beschreibung
Die Färbung der Taggeckos erstreckt sich von einfachem Grün
mit Farbtupfern bis zu komplexen gelb-blauen Mustern. Die Gesamtlänge
von Phelsumen reicht von etwa 85 mm bis zu über 300 mm, wobei
die meisten Arten knapp 200 mm erreichen. Sie haben runde Pupillen
und besitzen keine Augenlider. Die ursprünglich vorhandenen
oberen und unteren Augenlider sind im Laufe der Evolution zusammengewachsen
und haben sich zu einer durchsichtigen Membran entwickelt. Beiderseits
befindet sich hinter dem Trommelfell der endolymphatische Apparat,
der häufig als Kalksäckchen bezeichnet wird. Der endolymphatische
Apparat setzt sich zusammen aus einem beutelförmigen Saccus
endolymphaticus und einem zuführenden Gang, dem Ductus endolymphaticus.
Diese beiden Strukturen enthalten Calcium. Dieses Organ dient sowohl
als Gleichgewichtsorgan als auch als Calciumspeicher. Die Weibchen
benutzen diesen Speicher zur Eierschalenproduktion. Die Geschlechter
sind hauptsächlich an den bei Männchen stark ausgebildeten
Femoralporen oberhalb der Kloakenregion zu unterscheiden. Die Daumen
sind im Vergleich zu den übrigen Zehen kurz. Die Schuppen an
der Unterseite der Zehen werden als Subdigitallamellen bezeichnet.
Sie sind in mehreren Längsreihen angeordnet. Die Subdigitallamellen
sind einseitig mit 80-120 Mikrometer langen Setae (Haftborsten)
besetzt. Diese Setae fasern sich wiederum in etwa 1000, endständig
tellerförmige verbreitete, Spatulae auf. Diese Spatulae können
sich in den kleinsten Unebenheiten eines Substrates verkrallen,
weswegen Phelsumen auch an scheinbar glatten Oberflächen haften
können.
Wie alle Phelsumen beherrscht dieses Tier die Schreckhäutung.
Bei Gefahr für das Tier (wenn es berührt oder gebissen
wird) löst sich extrem schnell die obere Haut des Tieres ab.
Eine darunterliegende orangefarbene Hautschicht kommt zum Vorschein.
Die Tiere können auch den Schwanz abwerfen und sollten deshalb
nicht festgehalten werden. Verletzungen dieser Art heilen normalerweise
problemlos ab. Nach 3-4 Häutungen ist dies der Fall.
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