Ernährung & Verhalten
Phelsumen sind wahrscheinlich tertiär tagaktiv. Das heißt,
dass sich Taggeckos aus einer oder mehreren nachtaktiven Geckoarten
entwickelt haben, die wiederum von tagaktiven Vorfahren abstammen.
Ein Hinweis, der diese Theorie bestätigt, ist der Nachweis
von leistungsfähigen Sehzellen im Auge der Taggeckos, die nachtaktive
Vorfahren vermuten lassen. Außerdem werden Phelsumen zu den
thigmothermen Tieren gerechnet. Typisch für thigmotherme Tiere
ist, dass sie sich tagsüber überwiegend im Schatten aufhalten,
nach einer relativ kurzen Phase der Thermoadaptation. Außerdem
ist die Körpertemperatur nur geringfügig höher als
die Umgebungstemperatur. Tiere, die sich gerne in der Sonne aufhalten,
werden als heliotherm bezeichnet. Als Futter bevorzugen Phelsuma
madagascariensis grandis Heimchen, Grillen, Zophobas Mehlwürmer
(sind sehr fett und sollten deshalb selten verfüttert werden),
Heuschrecken und im Sommer Wiesenplankton. Außerdem schlecken
die Tiere gerne an Bananenbrei, Mangofruchtfleisch, Aprikose usw.
Obst trägt deuchlich der Gesundheit der Tiere bei. Bei der
Fütterung ist immer darauf zu achten, daß das Futter
mit zusätzlichen Vitaminen (z.B. Necton Rep ) und Mineralstoffen
(z.B. CalViRep® VIT D3+ ) angereichert wird, da so die einseitige
Ernährung ausgeglichen werden kann und das Futter deutlich
aufgewertet wird. Erwachsene sollten pro Woche maximal einmal gefüttert
werden, jedoch mit hochwertigem Futter ( eingestäubte Futtertiere
).
Während der Paarungszeit (Frühling) ist darauf zu achten,
daß das Weibchen immer genug Kalzium zu sich nehmen kann.
Dies kann z.B. in Form zerbröselter Sepia-Schale bereitgestellt
werden. Die Tiere nehmen meist sehr schnell ein paar Brocken auf.
Kalziummangel kann zum Tod des Weibchens führen, da das für
die Eier erforderliche Kalzium aus dem Körper abgebaut wird.
Die Weibchen besitzen einen Speicher links und rechts hinter dem
Kopf, in welchen Kalzium gelagert wird. Vor allem während der
Paarungszeit schwellen diese Speicher deutlich an.
Das Terrarium ist täglich mit Wasser zu übersprühen,
da die Tiere so Wasser zu sich nehmen. Ein Wasserbehälter ist
nicht gut geeignet, da das Wasser sehr schnell verschmutzt und verdirbt.
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