Haltung im Terrarium
Taggeckos sollten nur paarweise gehalten werden. Allerdings sind
mehrere Männchen oder Weibchen extrem aggressiv untereinander.
Die bunten und attraktiven Farben sowie die Tatsache, dass die Tiere
tagsüber aktiv sind, machen die Phelsumen ansonsten zu beliebten
Terrarientieren. Wenn man einige Grundsätze beachtet, lassen
sich manche Taggeckos relativ leicht pflegen und in Gefangenschaft
vermehren.
Da es sich bei diesen Tieren um Baumbewohner handelt, sollte ein
Terrarium für Phelsumen höher als breit sein. Im spezialisierten
Zooladen findet man meistens geeignete Terrarien. Eine andere Möglichkeit
ist es, selbst ein Terrarium zu bauen. Als Materialien eignen sich
u.a. Glas und Holz. Viele bevorzugen Glas, da es sich leichter reinigen
lässt und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist.
Ausgestattet sollte das Terrarium mit Bambusrohren, oder mit anderen
ähnlich glatten Hölzern, werden. Diese werden dreidimensional
eingerichtet. Pflanzen sind auch sehr wichtig, da sie von den Tieren
als Versteck und Blickschutz akzeptiert werden. Der Boden sollte
feucht sein, dadurch kann reine Erde benutzt werden.
Sehr wichtig ist eine ausreichende Belüftung. Zug muss aber
vermieden werden. Das Terrarium sollte neben Pflanzen auch mit Bambusrohren
ausgestattet sein. Wegen ihres Bewegungsdranges und damit die Tiere
Zonen verschiedener Temperatur aufsuchen können, ist auf eine
ausreichende Größe zu achten. Viel Licht, viel Luft,
im Sommer eventuell auch Aufenthalt am Tageslicht sind zur optimalen
Pflege erforderlich.
Wichtig ist eine ausreichende regelmäßige UV-Bestrahlung
( z.B stundenweise mit der Osram Vitalux ), da die Tiere anhand
des UV-Lichtes mit der Haut das lebensnotwendige Vitamin D3 erzeugen.
Die Temperaturen im Terrarium sollten 25-30°C betragen. Nachts
18-23°C, lokale Temperaturen durch Spotstrahler 35-40°C
Phelsumen sind für Einsteiger in der Terraristik nur bedingt
zu empfehlen, da einige Arten durchaus heikle Pfleglinge sind. Als
wenig heikel und auch für Anfänger der Terraristik geeignet
gelten der Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis, Ausnahme:
die Unterart boehmei) und der Goldstaub-Taggecko (Phelsuma laticauda
laticauda). Der Augenfleck-Taggecko (Phelsuma quadriocellata quadriocellata
hingegen gehört zu den mittelschwer zu pflegenden Arten. Madagaskar-Taggeckos
können sehr zutraulich werden. Aus mehreren Gründen ist
es am besten, wenn man keine Wildfang-Importe, sondern Tiere aus
Nachzuchten bezieht, auch wenn sie nicht immer die Farbintensität
der Tiere in freier Natur erreichen.
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